Mittlerweile sind wir wieder zurück (wie einige wohl schon bemerkt haben dürften), aber waren bisher zu faul, über die letzten Tage zu schreiben; das wollen wir auf jeden Fall noch nachholen. Jetzt muss ich euch aber erstmal mit ein paar Metainfos im Superlativ vertrösten, was ja vielleicht auch nicht so schlecht ist. Aaaaalso…

Die Eckdaten

  • Nördlichster Punkt: Kopenhagen (DK)
  • Östlichster Punkt: Kopenhagen (DK)/München (DE)
  • Südlichster Punkt: Barcelona (E)
  • Westlichster Punkt: Hendaye (FR)

Insgesamt haben wir ungefähr eine Strecke von 6.175 km zurückgelegt, zumindest laut Routenplaner, der natürlich nur die Straßenführung und nicht die Gleise berücksichtigt. Mit dem Auto bräuchte man dafür übrigens ca. 2 Tage und 17 Stunden, wenn man durchfährt.

Die längste Strecke ohne Zwischenstop ging von Bordeaux nach Paris und betrug ca. 600 km, wofür wir rund 3:20 h mit dem TGV brauchten. Der weiteste Abstand zwischen zwei aufeinander folgenden Schlafplätzen war denn auch Bordeaux — Fécamp (rund 800 km), gleichauf allerdings mit Barcelona — Bordeaux (auch 800 km). Der kürzeste Abstand: 8 km zwischen der Jugendherberge in Fehmarn-Burg und dem Campingplatz Fehmarn-Puttgarden. Die längste Tramp-Strecke haben wir direkt am ersten Tag von Köln nach Nürnberg zurückgelegt (411 km), die kürzeste ging 70 km von München nach Zürich 65 km von Nizza nach Fréjus.

Der längste Aufenthalt an einem Ort dauerte vier Nächte und war sowohl in Maribo in Süddänemark, als auch in Scheeßel auf dem Hurricane Festival.

Die sinnvollste Anschaffung auf der Reise war (neben was zu Essen) ein faltbarer 8-Liter-Wasserkanister von irgendeinem Discounter. Die sinnloseste hingegen ein Päckchen Pfeifentabak, zumal wir keine Pfeifen dabei hatten. :>

Insgesamt haben wir neun Länder bereist bzw. durchquert (in der Reihenfolge: Deutschland, Schweiz, Italien, Monaco, Frankreich, Spanien, Belgien, Niederlande, Dänemark) und haben in, wenn ich mich nicht verzählt habe, 22 unterschiedlichen Städten (bzw. Örtchen) geschlafen: Fürth, Nürnberg, München, Friedrichshafen, Konstanz, Zürich (CH), Mailand (I), Genua (I), Savona (I), Nizza (F), Fréjus (F), Marseille (F), Barcelona (E), Bordeaux (F), Fécamp (F), Vlissingen (NL), Groningen (NL), Rotenburg, Scheeßel, Kiel, Fehmarn und Maribo (DK).

Und hier noch eine Google-Übersichtskarte für euch, damit ihr mal die Route besser nachvollziehen könnt: Zoom zoom (zoombar!). Für die Faulen habe ich einen statischen Screenshot vorbereitet…

Die Route

Zusammen mit Peter, Lehrers Tochter und Rebecca wurde gemütlich gefrühstückt. Wenn man ein Frühstück, dass es von 7:30 bis 8:45 gibt, bei dem laufend der Kaffee ausgeht und Kinder umherrennen gemütlich nennen kann. Dann wurde gemütlich gefrühstückt.

Danach verabschiedeten wir uns noch von den beiden Kölnern und der Aachenerin und schlossen mit dem Herbergsvater einen Pakt. Auf Grund dessen wir unser Gepäck in der Jugendherberge lassen durften wärend wir uns Fahrräder besorgen und ein kleines päckchen auf die Reise nach Köln schicken wollten. Im Gegenzug mussten wir die Inhaber des Restaurants am Campingplatz in Puttgarden von ihm grüßen. Kein Problem. Zu nem Campingplatz wollten wir ohnehin und unsere Wahl war auch schon auf genau diesen gefallen.

In einer recht lustigen Aktion fuhren wir dann mit 50L Rucksäcken auf zwei Hollandrädern die 7km richtung Norden. Auf der Fahrt verbrachten wir noch bestimmt 20 Minuten damit per 10Sek. Selbstauslöser ein Foto zu machen auf dem wir beide mit Rucksäcken beim fahren zu sehen sind … ein Versuch wars wert ;)

Nachdem unser Zelt dann stand, was bei dem recht starken Wind hier nicht gerade einfach war nahmen wir uns vor eine kleine Radtour die Küste entlang zu machen. Zwar war es wirklich mies genau gegen den Wind zu fahren und die zurückgelegte Strecke fühlte sich um einiges länger an als sie es wirklich war aber im großen und Ganzen lohnte sich der aufwand. Naja nicht wirklich ich musste meinen Tribut zahlen … meine Sonnenbrille und mein Taschenmesser hab ich bei unserer Radtour verloren, weil ich zuspät erkannte, das man eine Tasche, die keinen Reisverschluss zum schließen hat nicht auf den Gepäckträger legen sollte. Schade.

Naja nach der Tour haben wir dann noch eben die Abfahrtszeiten der Fähre nach Dänemark gecheckt mit der es dann am 49. Tag weiter gehen soll. Und zu unserer Freude kostet sie nur 9€. Perfekt.

So, heute ging es dann aber wirklich weiter; die Sonne schien, es herrschte eine angenehme Temperatur, perfekte Bedinungen also zum Trampen. Mit dem Bus fuhren wir zum Ostring in Kiel, wo es eine Auffahrt auf den Konrad-Adenauer-Damm gibt, der auf die B76 nach Lübeck und die B202 nach Fehmarn führt. Sowas muss man wissen. Wir stellten uns also gegen 12:30 an eine Bushaltestelle, damit unsere hoffentlich zukünftigen Fahrer auch gut halten können, direkt hinter einer Recht großen Kreuzung, damit wir auch möglichst viele Fahrer mit unserem Schildchen “B202″ und unseren Däumchen erreichen können und warteten. Knappe 5 Minuten.

Tobi: “Hey, guck dir mal den VW-Bus da vorne an, wäre doch echt lustig, wenn der hält!”
Erik: “Hehe, das würde rocken.”

Und wer hält? Der weiße, etwas klapprige VW-Bus mit Hawaii-Blumenkette um den Beifahrersitz, diversen alten Kassetten wild auf dem Armaturenbrett verteilt, einer mit Teppich ausgekleideten Rückbank und einer Frau Mitte 40 am Steuer. Und einem Hund am Schaltknüppel.

Nach 30 Minuten in diesem Wagen mit eindeutigem Hippie-Flair standen wir in Raisdorf, außerhalb von Kiel, an der B202. Da sollen laut Fahrerin wohl schon öfter welche gestanden haben, die nie länger als nen Tag warten mussten. Mit dieser Aussicht probierten wir es dann erstmal ohne Schild, änderten unsere Meinung dann aber, nachdem wir Achselzucken aus einigen Fahrzeugen erspähen konnten, und so machte sich Tobi daran, mit fein säuberlicher und gut lesbarer Schrift “FEHMARN” niederzuschreiben. Kaum war das Schild fertig und den Bruchteil einer Sekunde in die Luft gehalten, blinkte ein recht geräumiger Wagen nach rechts und fuhr 2 Meter neben uns auf den Seitenstreifen. Wir standen wieder keine 10 Minuten.

Der lustige Schwede am Steuer, der uns gerne auch mit in sein Heimatland genommen hätte, da aber erst am nächsten Tag und mit vollgepacktem Auto hinkomme, und deshalb leider doch keinen Platz mehr für uns habe, erzählte, dass er im Alkohol-Im- und Export (was auch die zwei Bierpaletten im Kofferraum erklärte) in einem großen Geschäft in Fehmarn (Burg) arbeite und uns gerne zu der dortigen Jugendherberge bringe. Gesagt, getan. So hörten wir währenddessen noch Schwärmereien von Prag im Jahr 1992, als noch kein einziger Tourist da war, dem China vor der “Amerikanisierung” und vielen anderen sehenswerten Plätzen auf der Welt und waren im Null-Komma-Nichts (ok, um 14:23, also nach knapp 2 Stunden) fertig eingecheckt in unserem Zimmer in der JH.

Nach einer kleinen Tour durch Burg, was das größte Örtchen der Insel Fehmarn und doch in 15 Minuten durchquerbar ist, hatten wir auch schon einen neuen Zimmernachbarn: Peter aus Köln, der mit seiner Freundin hier ist, um nach Skandinavien weiter zu reisen und dort zu interrailen. Zusammen mit den beiden und noch einer weiteren NeuankömmlingIN, Rebecca, die auf der Rückkehr von einem Jahr in Norwegen nach Aachen war, machten wir uns bald darauf auf “in die Stadt”, um doch tatsächlich bei einem Bier das EM-Endspiel auf der “riesigen” Public-Viewing-Leinwand zu verfolgen. Viel interessanter als das Spiel war dann aber das, was wir währenddessen erfuhren: Peter und Freundin kommen nicht nur beide aus Köln, sie waren auch noch beide auf dem Herder und haben da 2005 ihr Abi gemacht. Und nicht nur das. Peters Freundin ist die Tochter von einem der Lehrer dieser uns doch sehr bekannten Schule. Was GEHT denn ab?! Also wurden natürlich erstmal viele Geschichten ausgetauscht, über Lehrer, Abithemen… worüber sich Ex-Schüler halt so unterhalten.

Nach dem für uns schon ganz nebensächlich gewordenen Spiel gingen wir, da den Damen kalt geworden war (mir war dank einem tatsächlich enorm scharfen “scharfen Döner” doch recht warm) machten wir uns wieder auf den Rückweg zur JH, um dann, nachdem die Damen in ihrem Zimmer verschwanden, wieder zusammen mit Peter in eine Kneipe in der Nähe der Stadtmitte zu ziehen und uns von der Barkeeperin viel über das Nichtraucherschutzgesetz erzählen zu lassen. Fand ich schon interessant. Jetzt so ganz ohne Ironie.

Viel zu krass alles.

Not.

Heute wollen wir los, weiter nach Flensburg, auf ein neues. Als der Wecker geht schüttet es allerdings so dermaßen, dass ich mich frage, wielange das Zelt das noch aushält. Erik formuliert als ersten Satz des Tages die treffende Bemerkung: “Ääääähhh lass uns ne Nacht länger bleibn. - gähn - zZZZZzzzZZ “. Gesagt getan.

Der Rest des Tages besteht also hauptsächlich aus chillen und essen. Kurz einkaufen waren wir, damit es was weiterhin ordentliches zu beißen gibt. Danach wurde natürlich weiter gechillt und gegessen.

Am abend entschließen wir uns dann nach Fehmarn weiter zu fahren, eine Insel etwa 100km von hier. Und die Landstraße, die hier im Osten aus Kiel raus führt endet fast genau dort. Unsere Nachbarn weisen uns dann zögernd darauf hin, dass wir schon heute morgen abreisen wollten, und nicken verständnisvoll, als wir ihnen das Problem mit dem Regen und dem Aufstehen erklären.

Tjoa an diesem 44 Tag sind wir ein bisschen durch Kiel gelatscht, allerdings nicht um uns die Stadt anzugucken, uns die Kieler Woche anzugucken oder um irgendwelche Sehenswürdigkeiten zu sehen. Nein! Deswegen sind wir nicht durch Kiel gelatscht.

Als erstes ging es zum Schwedenkai, denn wir wollten von hier mit der Fähre nach Schweden … Tja 184€ für ne blöde Fähre, und das hin und zurück. 19€ würde uns die Kabine kosten, für Economy, kein Wort von “Fährkosten” in dem Flyer den wir in der Hand hielten, deswegen sind wir auch zum Schalter der Fährlinie. Zufrüh gefreut.

Als zweites ging es zur Touristen Info, denn wir wollten hier ins Internet … 2 Internetcafes, und das eine empfiehlt uns der Touristeninfo-Typ, weils da schöner ist. Also laufen wir wieder durch Kiel, vorbei an Bühnen mit grausamer Musik, an Bühnen mit noch grausamerer Musik und an Bühnen mit wenigstens hörbarer Musik bzw. denen die man wirklich hören konnte. Tja das “schöne” Internet-Cafe gabs leider nicht mehr dafür hätten wir die Räumlichkeiten erstehen können in denen es mal eins gab. Aber ein paar Straßen weiter haben wir doch noch eins gefunden.

Als drittes ging es zu einem Kiosk, denn wir wollten Kioskbier … Also liefen wir die Fussgänger-, oder sollte man sagen Betrunkenen-, Zone auf und wieder ab, versuchten es in Seitenstraßen und Seitengassen der Seitenstraßen und wurden nicht fündig. Erst als wir dem Schild “Tabak” folgten wurden wir fündig, Beck’s … Wenigstens etwas.

Als viertes ging es zur Debitel Bühne, denn wir wollten gute Musik … Der Weg dorthin war die Straße entlang, die wir im Laufe des Tages schon mindestens 4mal gegangen waren, und noch weiter. Die Debitel-Bühne haben wir übrigens nicht gefunden, bei einer Coverband die mehr Ärzte spielte als alles andere blieben wir dann hängen. Als einer der “Cornflakes” allerdings meinte “kennt ihr moschen” und dann headbangen vor machte wurd es uns zuviel und wir fuhren zum Campingplatz zurück um noch etwas zu lesen.

Jetzt sind wir also an der Ostsee, so schnell kann’s gehen. Vor 10 Tagen waren wir noch an der Nordsee, vor 12 Tagen am Ärmelkanal, vor 14 Tagen ganz nah am Atlantik und vor 16 Tagen am Mittelmeer. Aber ich muss sagen: enttäuscht hat uns das Meer bisher kein einziges Mal.

Die Kieler Förde bot heute, dank der Kieler Woche, dem größten Volksfest Norddeutschlands und dem größten Segelfest Europas, Ausblick auf eine unzählbare Menge an Segelbooten, zumindest bezeichne ich sie einfach mal so, auch wenn mich Kenner für diese Bezeichnung vermutlich kreuzigen würden. Jedenfalls überkam es uns, doch auch mal den Fuß in ein Bötchen zu setzen. So nahmen wir also eine Fähre vom Anleger Kiel-Falckenstein einmal quer über die Förde nach Laboe und bestiegen das dort liegende Unterseebot U-995, erbaut 1943, aus dem Dienst genommen, aus einem schon eher offensichtlichen Grund, 1945. Begleitet wurden wir dabei (sowohl bei der Hinfahrt mit der Fähre, als auch bei der Besichtigung des U-Boots, als auch bei der Rückfahrt mit der Fähre) von einem guten Dutzend Soldaten, die sich nicht fotografieren lassen wollten. Ich wollte sie aber auch eigentlich garnicht fotografieren. U-995 ist auf jeden Fall ein interessantes Gebilde voller Röhren, Barometer, Funk- und Lauschvorrichtungen, Torpedos, einem Klo, das man nur bis zu einer Tiefe von 30 Metern bentuzen darf und, naja, Soldaten.

Das Marine-Ehrenmal direkt neben U-995 hat uns nach diesem Militär-Overkill weniger interessiert, und so sind wir auch bald darauf, nach ein bisschen lesen und snacken am Strand, wieder zurück zu unserem 5-Sterne-Hotel gefahren und haben da in unserer Edelküche ein eben diese 5-Sterne wertes grandioses Abendmahl zubereitet: Putengeschnetzeltes mit Pilz-Sahne-Soße und Reis als Beilage. Nur leider ohne Zwiebeln. Aber lecker war’s. :>

Danach haben wir uns noch mit einem Ehepaar unterhalten, das gerade am Campingplatz ankam, haben mit dem beiden zusammen jeder einen Whiskey getrunken (7 Jahre alten, auch wenn ich Banause da keinen Unterschied schmecke) und Fleisch geschenkt bekommen. Ja, wirklich, und zwar 3 Pakete Outdoor-Food-Fleisch, das sich ungekühlt ca. 2 Jahre hält und trotzdem gut schmecken soll. Probiert hab ich es noch nicht, aber ich bin mal gespannt.

Die böse böse Snoozefunktion wird an diesem Morgen wirklich gut genutzt, obwohl wir uns eigentlich vorgenommen hatten um 10 von Sörens Oma loszufahren drücken wir immer wieder auf den schönen kleinen Knopf. Weils einfach so einfach ist weiter zu schlafen bzw. mehr es zu versuchen.

Das war sie also die vorerst letzte Nacht bei Sörens Oma. Wir werden natürlich ziemlich oft darauf hingewiesen, dass wir jeder Zeit wieder kommen können und dann ohne Probleme das Gartenhäusschen in Beschlag nehmen dürfen, egal wann wir kommen. Naja …

Nach 50 Minuten schaffen wirs dann mehr oder weniger aufzustehen und werden direkt von einer freundlich strahlenden Großmutter begrüßt die uns sofort zum Frühstückstisch schickt, um uns Kaffee einzuschenken. Und uns dazu zu bringen doch noch ein Brötchen mehr zu essen, obwohl man doch eigentlich schon längst satt ist. Nach einem weiteren sehr ausgiebigen Frühstück, wie wir es von den Vortagen her kennen gehts danach schnell unter die Dusche, und dann mit Sören, Sörens Großvater und einem recht alt aussehenden, aber doch gut laufendem, “Friede sei mit dir” - Golf zu einem Rastplatz an der A1.

Eigentlich sieht es hier ganz gut aus, finden wir, aber irgendwie auch nicht, wir pendeln mehr zwischen Tankstelle und Rasthaus hin und her als wir es sonst irgendwo getan hatten. Und werden trotzdem immer abgewiesen … irgendwann erbarmt sich ein studierter Maschinenbauer und lässt uns in seinen monströsen 5 Sitzigen amerikanischen Pickup … das ist mal wirklich ein riesiges Auto.

Etwas gewundert hats mich dann allerdings, das neben mir, in Reichweite des Fahrers (ich saß Vorne, Erik hinten), ein nicht gerade kleines Jagdmesser lag. Naja, das war wenigstens näher an mir als am Fahrer, der uns übrigens dafür verachtete, das einer Elektrotechnik und einer Informatik (seiner Meinung nach eine Richtung ohne Aussichten auf einen Job) studierte. Desweiteren war er davon überzeugt, dass man als Student ein Auto besitzen muss, denn nur so kann man überhaupt irgendwas machen, dazu sollte man natürlich in einem Studentenheim wohnen, denn dann braucht man nie aus dem Haus gehn um Party zu machen … wieso er jetzt das Auto brauchte … ka.

Naja raus lies er uns dann an einer Raststätte in der Nähe von Neumünster. Nach Flensburg wollten wir es eigentlich schaffen, was sich allerdings irgendwie als nicht schaffbar herausstellte, denn auch an der zweiten Raststätte hatten wir kein Glück. Zwar waren wir jetzt zuweit von Rotenburg entfernt, als das unser zuvor gefasster Plan, um 18:00 Lassen wir uns von Sören wieder abholen, in Erfüllung aufgehen konnte. Nach dem wir dann also vergeblich diverse Autofahrer angesprochen hatten hielt eine recht junge Frau mit ihrem Fiat. Naja so wie wir sind, hatten wir bisher nie alleine fahrende Frauen gefragt … dies sollte sich ändern als eben diese Frau, zu uns rüber sah und wir uns dann dachten “Hey, fragen wir einfach mal.”. Und siehe da, nach einigen Probleme mit der Rückbank, saßen wir bei Tanja im Auto und fuhren richtung Kiel. Als das Gesprächsthema auf Sehenswürdigkeiten in Kiel kam meinte die Sozialpädagogin, dass sie jedem sagen würde komm zur Kieler Woche wieder dann gibts was zu sehn. Und dann meinte sie, es ist Kieler Woche …

Von Kiel gings dann per Bus in die “nähe” von einem Campingplatz … ganz recht “nähe” denn an der Bushaltestelle stand 1,3km bis zum Camping, das ist doch ein Katzensprung. Nach 1km dann, wie zu erwareten, das Schild 0,3km … und nach 0,3km kein Schild. Nach einem weiteren Kilometer dann das Schild 600m … Tjoa hier muss eine recht seltsame Krümmung des Raumes vorliegen, damit gilt 0,3km > 600m … Aber wir haben ihn gefunden.

Yeah, die Erkenntnis des Tages. Ansonsten haben wir erstmal zusammen mit Sören weitergechillt, Rotenburg und vor allem auch Schmidt’s Kneipe sind doch ganz gemütliche Plätzchen. Zumal es in ersterem tatsächlich moderne Kunstwerke in der Altstadt und in letzterem Flogging Molly (die ich unfairerweise im HURRICANE-Post nicht erwähnt habe) von CD zu hören gibt.

Morgen geht’s dann aber wieder weiter, genug erholt jetzt.

Da wir so viel nachzuholen haben, machen wir es uns hier mal etwas einfacher. ALSO: Von Sörens Oma ging es nach einem gutem Frühstück, einem reichlichen Mittagessen und einem fast unmittelbar darauf folgenden Kaffee-und-Kuchen nach einem herzlichen Abschied mit dem Zug nach Scheeßel, wo wir einfach der Masse zum Festivalgeläde folgten, gefühlte 100 km hin und her liefen um die Anderen (will heißen: Mathis, Sören, Becks, Monika und Nina) zu finden, ordentlich feierten, die folgenden drei Tage tatsächlich einige Bands zu sehen bekamen (Beatsteaks, Foo Fighters, Rise Against, Monster Magnet, Black Rebel Motorcycle Club, NoFX, um nur ein paar zu nennen) und am letzten Tag mit Sören zusammen wieder in unser Quartier in Rotenburg (Wümme) einzogen um uns von dem ganzen Stress zu erholen. Sehr sehr cool alles.

Und wer mehr wissen will, muss wohl warten, bis wir wieder da sind. Das bloggen ist langsam nervig. :P

Ich glaube jeder der mal an einem Bahnhof oder sonst irgendwo vor so einem Schokoriegel-Automaten stand, hat sich irgendwann einmal gefragt, wie man sicher gehen kann, dass man wenn man sein Geld schön in den Automaten eingeworfen hat, auch wirklich an seinen Schokoriegel kommt, oder ob diese Spirale, in der die Mars, Twix, Snickers, Lions, KitKats, Balisto, … usw. Riegel aufgereiht sind sich vielleicht doch nicht weit genug dreht, so das der Riegel nicht runter fällt.

Ich kam gerade von der Toilette, oder vielmehr kam ich nicht von ihr sonder nur von dem Vorraum der Toilette, weil mir die 50cent zu teuer waren. Zurück zu Erik, der auf einem Bahnsteig im Bremer HBF stand, als dieser mich zu sich rief und meinte: “Guck dir mal die Scheiße an!” … Tja 0,70€ aus Eriks Tasche hatten sich irgendwie in diesen Automaten verirrt und das eingetippte “41″ hatte auch die Spirale die den KitKat-Riegel hielt in Bewegung gesetzt, allerdings nicht weit genug.
Tja da treten und rütteln nichts gebracht hat, warf ich meine 70 Cent ein um dann 2 KitKat zu bekommen … HAH denkste.

Einer fällt runter, einer bleibt wieder hängen.

Naja mit einem schönen Body-Slam oder wie auch immer die Wrestling-Attacke heißen mag hats Erik dann geschafft, das wir beide unser Kitkat essen konnten.

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